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Vorfreude ist (fast) die schönste Gartenfreude!

"die umweltberatung" gibt Tipps für die Gartenplanung im Winter, Medieninformation "die umweltberatung" Niederösterreich, 8. Feber 2010

Frischer Salat, duftende Kräuter und saftiges Gemüse aus dem eigenen Garten sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung. Der Wunsch nach gesunden Nahrungsmitteln ist heute sehr groß, sie fördern Vitalität, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden des Menschen. Selbst gezogenes Gemüse liegt jetzt wieder voll im Trend, denn dabei weiß man ganz genau, was man isst. Selbst kleinste oder stark verbaute Flächen (z.B. Balkonkisterl, City Farming) können zum Gemüseanbau genutzt werden. Jetzt im späten Winter ist Zeit, den Anbau für die nächste Gartensaison zu planen.

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka: „Es dauert nicht mehr lange, dann sind die Temperaturen deutlich milder und im Garten sprießt neues Leben. Jetzt schon die Gartengestaltung für die nächste Saison zu planen, steigert die Vorfreude und erhöht vor allem die Chance, dass die Gartenernte so reich wie möglich ausfällt! Die Mischung der Saat und die richtige Fruchtfolge schaffen die besten Grundlagen dafür.“
 
Wohl überlegter Plan
Nicht jedes Pflänzchen gedeiht immer und überall gleich gut. Schon im Frühmittelalter zur Zeit Karls des Großen erkannte man, dass Kulturpflanzen den Boden einseitig auslaugen und dass Felder nach einiger Zeit weniger Ertrag lieferten. Um dieser „Bodenmüdigkeit“ vorzubeugen, setzte sich deshalb unter dem Frankenkönig die Dreifelderwirtschaft durch: Wintergetreide, Sommergetreide und ein Jahr Brache zur Regeneration des Bodens.

Auch Gemüsepflanzen entnehmen dem Boden unterschiedliche Nährstoffe und Nährstoffmengen. Pflanzt man Gemüse aus ein- und derselben Pflanzenfamilie immer an der gleichen Stelle, verarmt der Boden und spezifische Schädlinge und Krankheitserreger sammeln sich im Boden.
Bevor man also mit dem Gemüseanbau im eigenen Garten loslegt, bedarf es in Abwandlung zur Dreifelderwirtschaft ein paar grundsätzlicher Überlegungen und Planung der Fruchtfolge. Um diese auf einem Plan festzuhalten, ist der lange Winter die richtige Zeit.

Fruchtfolge im Gemüsegarten
Elisabeth Koppensteiner, Leiterin von „Natur im Garten“ bei "die umweltberatung" erklärt, was darunter zu verstehen ist und wie sie funktioniert: „Die Fruchtfolge will wohl überlegt sein. Der Garten wird zunächst in drei oder bestenfalls vier Flächen eingeteilt. Im ersten Jahr gehört die erste Fläche den Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf, den sogenannten ‚Starkzehrern’, die zweite solchen mit mittlerem Nährstoffbedarf und die dritte den genügsamsten Gemüsearten, den ‚Schwachzehrern’. Im folgenden Jahr rücken die Gruppen dann jeweils eine Fläche weiter.“

Nun geht’s an die Auswahl der gewünschten Gemüsesorten:

  • Arbeiten im ersten Jahr
    Im Frühling arbeitet man Kompost oder anderen organischen Dünger (verrotteter Mist, Hornspäne...) für Gemüsearten mit hohem Nährstoffbedarf oberflächlich ein. Während der Wachstumszeit werden diese „Starkzehrer“ mehrmals mit einer Kopfdüngung zum Beispiel mit Brennnesseljauche versorgt. Nach der Ernte sät man Gründüngerpflanzen wie Ringelblumen, Phazelia oder Lupinen aus. Diese Pflanzen verbessern den Boden und werden den Winter über stehen gelassen.
  • Zweite Saison
    Im darauffolgenden Jahr setzt man „Mittelzehrer“ in das Beet, auf dem vorher die Starkzehrer standen. Karotten oder Kohlrabi benötigen nur wenig Kompost im Frühjahr. Es ist jedoch darauf zu achten, in diesem Beet keine Arten anzubauen, die der gleichen Pflanzenfamilie wie die Vorjahreskulturen angehören!
  • Saat im dritten Jahr
    Im dritten Jahr werden verschiedene Küchenkräuter oder Erbsen und Bohnen in das Beet gepflanzt. Erbsen und Bohnen reichern den Boden mit Stickstoff an, geben ihm also die Nährstoffe zurück, welche die Starkzehrer entnommen haben. Diese Hülsenfrüchte kommen gänzlich ohne Düngung aus.
  • Viertes Jahr
    Wer genug Platz im Garten hat, der gönnt seinem Boden während des vierten Jahres Ruhe und sät Gründüngerpflanzen wie Buchweizen, Phazelia, Winterroggen oder Vogerlsalat. Dabei vermeidet man Gründünger, die mit häufigen Gemüsearten verwandt sind wie z.B. Senf, Raps oder Klee. Im Herbst wird der Boden dann auf die „starken Fresser“ im nächsten Jahr vorbereitet, indem die Wurzeln im Boden belassen werden. Halme und Blätter werden als Mulch verwendet und von Bodenorganismen schließlich in wertvollen Humus verwandelt.
    Im fünften bzw. vierten Jahr beginnt der Zyklus wieder von vorn.

Download: Tipps für die richtige Fruchtfolge [PDF 199 KB]

Weitere Informationen zur richtigen Fruchtfolge, individuelle Beratung und viele Tipps für die naturnahe Gartengestaltung bekommen Interessierte am NÖ Naturgartentelefon unter 027 42/ 74 333 und in allen regionalen Servicestellen von "die umweltberatung" sowie auf www.naturimgarten.at und www.biogartendoktor.at.

Die Mischkultur-Scheibe zeigt auf einen Blick, welche Pflanzen miteinander harmonieren und welche man lieber nicht gemeinsam in ein Beet setzt. Erhältlich um € 4,5.

Broschüre „Pflanzen, Ernten & Genießen“, Gemüse aus dem eigenen Garten – vom Samen bis zur Ernte, kostenlos

Buch „Kräuter und Gemüse aus dem naturnahen Garten“ aus der Reihe „garten kurz & gut“ € 12,9.

Alle Produkte sind gegen Versandkosten (Porto plus Bearbeitungsgebühr) erhältlich bei "die umweltberatung" NÖ, Tel.: 027 42/ 718 29 und im Online-Shop auf www.umweltberatung.at

Die Aktion „Natur im Garten“ wurde von Landeshauptmann-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka ins Leben gerufen und ist eine Initiative des Landes Niederösterreich in Kooperation mit "die umweltberatung" und zahlreichen PartnerInnen.


Rückfragen für JournalistInnen:
"die umweltberatung" NÖ, Mag. Gabriele Pomper
Tel.: 027 42/ 718 29-113, 0676/ 66 88 558
presse@umweltberatung.at, www.umweltberatung.at
Rechtsträger: Umweltschutzverein Bürger & Umwelt

zuletzt geändert am: 30.08.2010   drucken   zurück