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Kräuterspirale

Die Kräuterspirale bietet auf kleinstem Raum optimale Verhältnisse für verschiedenste Kräuter unterschiedlicher Klimazonen.

Die Kräuterspirale ist im Prinzip ein dreidimensionales Beet. In dem spiralförmig ansteigenden Bauwerk aus Erdreich und Steinen finden zahlreiche Kräuter optimale Lebensbedingungen vor. Der Bauplan der Kräuterspirale geht auf Bill Mollison, den Begründer der Permakultur zurück. Die Steine speichern die Sonnenenergie tagsüber und schaffen so ein günstiges Kleinklima. Mensch und Gewürzkräuter haben eine lange gemeinsame Geschichte. Bereits in der Altsteinzeit verfeinerten unsere Vorfahren ihre Speisen mit Wildkräutern. Im Mittelalter brachten Benediktinermönche Kräuter aus dem Mittelmeerraum nach Zentraleuropa. Von den Klostergärten fanden die Kräuter später auch den Weg in unsere Bauerngärten.

Standort
Wählen Sie einen möglichst sonnigen Standort. Zur optimalen Ausnutzung der Sonnenenergie wird die Spirale in Nord-Süd-Richtung angelegt. Der kleine "Teich" befindet sich im Süden und reflektiert die Sonnenstrahlen für die besonders lichthungrigen Kräuter. Mit einem Mindestdurchmesser von 2,5 m kann in der Kräuterspiralen-Mitte eine Höhe von etwa 80 cm erreicht werden.

Zonierung und Bepflanzung
Die Kräuterspirale wird von oben nach unten, d.h. vom mager-trockenen obersten Bereich nach unten hin immer nährstoffreicher in der Substratzusammensetzung. Das Bepflanzen der Kräuterspirale kann nach den ersten Regengüssen erfolgen, wenn sich die Erde schon etwas gesetzt hat. Allzu wuchernde Arten wie Liebstöckel oder Kapuzinerkresse eher nicht in die Spirale setzen.

Oberste - mediterrane - Zone
Wärmeliebende Kräuter aus dem Mittelmeerraum, welche durchlässige, mager-trockene Standorte bevorzugen: Rosmarin, Lavendel, Thymian, Salbei, Ysop, Majoran, Oregano...

Übergangszone
Kräuter, die durchlässigen, humosen Boden schätzen und zudem Sonne und Wärme mögen: Estragon, Bohnenkraut, Koriander, Weinraute...
Im unteren Bereich der Übergangszone schließen sich mit zunehmendem Kompostgehalt Kräuter, wie Schnittlauch, Dill, Kümmel, Borretsch und Gewürzfenchel an.

Unterste - feuchte - Zone
Kräuter, die frischen, nährstoffreichen Boden mögen: Melisse, Minzen, Petersilie, Kerbel...

Wasserzone
Hier können Pflanzenarten, wie Brunnenkresse, Wasserminze, Fieberklee oder Kalmus gepflanzt werden.

MITMACHPRAXIS
Im Rahmen der MITMACHPRAXIS auf der GARTEN TULLN erfahren Sie im Juli alles zum Thema "Kräuterspirale selbst gebaut" - von der Materialauswahl bis zur Bepflanzung und Pflege.
Jeden Samstag im Juli von 10.00 bis 16.00 Uhr neben dem Bauerngarten.

Alle Informationen zum Foto-Wettbewerb "Niederösterreichs schönster Gemüsegarten" erhalten Sie am NÖ-Gartentelefon 02742/74333 oder auf der Webseite www.naturimgarten.at

 

 

 

zuletzt geändert am: 08.06.2010   drucken   zurück