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Schlagtreffen der Marille - Apoplexie

Apoplexie, Marillenbaumsterben, im Volksmund auch “Schlagtreffen“ genannt, nennt man das überraschend plötzliche Absterben des jungen Marillenbaumes innerhalb kürzester Zeit.

Schadbild:
Schlagartiges Welken und Verdorren einzelner Zweige, Äste oder der ganzen Krone infolge einer Verstopfung der Saftleitbahnen mit Gummiharz.
Die höchste "Sterberate" tritt zwischen dem dritten und siebenten Standjahr auf.

Ursachen:
Mögliche Ursachen können Kälteschäden, ungünstiger Standort, Düngungsfehler, Infektion durch Bakterienbrand, Monilia oder Schrotschusskrankheit sein.
Auch starker Fruchtbehang im Vorjahr kann mit ein Grund sein, warum ein Marillenbaum geschwächt ist.
Das Produzieren vieler Kerne kostet dem Baum sehr viel Kraft, deshalb ist eine ausgewogene Fruchtausdünnung (entspricht etwa ca. einer Frucht pro Handbreite) für die Frostfestigkeit und Baumgesundheit empfehlenswert.
Bakterienbrand, der am Schlagtreffen beteiligt ist, tritt bei gestressten Bäumen deutlich stärker auf. Das plötzliche Absterben ist meist eine Summe von mehreren Faktoren.

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Auf den geeigneten Standort achten. Besonders in niederschlagsreichen und nebeligen Gebieten mit schweren, kalkarmen, staunassen Böden kommt es aufgrund der Empfindlichkeit der Marille verstärkt zum Schlagtreffen.
  • Bevorzugt werden leichte, durchlässige Böden in geschützter Lage.
  • Stress für den Baum durch zu hohen Fruchtbehang oder durch zu starkes Wachstum bei fehlendem Ertrag vermeiden.
  • Pflege- und Ernährungsfehler wie unsachgemäßer Schnitt, Belassen von Fruchtmumien, Überdüngung - besonders mit Stickstoff, vermeiden
  • Veredelungsunterlagen dem jeweiligen Boden oder der Edelsorte anpassen.
  • Außer diesen Bedingungen spielt auch die Sorte eine große Rolle.
  • Eine Auswahl an eher widerstandsfähigen Sorten: Sylvercot, Goldrich - gilt als Sorte mit den geringsten Baumausfällen, Bergarouge, Harlayne

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zuletzt geändert am: 15.10.2013   drucken   zurück