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Thymian (Thymus vulgaris)

Der Thymian stammt ursprünglich aus den südeuropäischen Mittelmeerländern, wo er auf den Felsenheiden wächst. Die Benediktiner brachten den Thymian über die Alpen und in die mittelalterlichen Klostergärten.

Botanik/Sorten
Thymian ist ausdauernd und gehört zu den Lippenblütlern (Labiatae). Neben dem Echten Thymian gibt es noch etliche weitere Arten, die im Garten Verwendung finden, wie z.B. der Zitronenthymian, der Italienische Oreganothymian, der Kümmelthymian der Orangenthymian oder der Lavendelthymian. Auch das „Kudelkraut“ und der bei uns heimische Feldthymian können als Gewürz verwendet werden.

Anbau/Standort
Thymian braucht einen trockenen, sonnigen Platz, der gut wasserdurchlässig sein sollte. Düngen sie den Thymian nicht! Sie können Thymian ab April ins Freiland oder vorher in Schalen auf dem Fensterbrett aussäen. Die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt, da Thymian ein Lichtkeimer ist. Später können Sie ihre Bestände durch Stecklinge vermehren und verjüngen.

Ernte/Aufbewahrung
Einzelne Zweige werden über den ganzen Sommer frisch verwendet. Kurz vor der Blüte ist das Kraut besonders würzig. Ernten Sie es vor der Mittagszeit, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Thymian eignet sich sehr gut zum Trocknen und behält dabei sein Aroma.

Wirkung
Die aromatisch, wärmenden Blätter des Thymians wirken bei Bronchialbeschwerden und Husten schleimlösend und fördern allgemein die Wundheilung bei Entzündungen. Weiters kann Thymian Fieber senken und die Verdauung fördern. Kraut und Öl sind nicht für Schwangere geeignet.

zuletzt geändert am: 22.08.2007   drucken   zurück