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Eichenprozessionsspinner Thaumetopoea processionea

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, der sich auf Eichen aufhält. Die Vorderflügel sind grau mit schwach ausgeprägten dunklen Querlinien, die Hinterflügel sind weissgrau. Die Spannweite beträgt 25 mm.

Schadbild:
Die ca. drei Zentimeter großen behaarten Raupen des Eichenprozessionsspinners fressen die austreibenden Blätter, wobei oft die Mittelrippe zurück bleibt.
Die feinen Härchen der Eichenprozessionsspinerraupe stellen eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen dar. Ab dem 3. Larvenstadium wachsen den Raupen sehr feine Brennhaare, die leicht brechen und bei günstiger Witterung über weite Strecken getragen werden können. Die alten Larvenhäute, die nach der Häutung in den Nestern bleiben, besitzen ebenfalls eine hohe Konzentration an Brennhaaren.
Die allergischen Reaktionen des Immunsystems können unterschiedlich ausfallen. Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge, leichte Schwellungen, starker Juckreiz und Brennen. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Brennhaare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend können Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündungen auftreten.

Lebensweise:
Der Eichenprozessionsspinner kommt an Stiel- und Traubeneichen vor.
Ein Weibchen legt im Mittel 150, ca. ein Millimeter große weiße Eier ausschließlich im obereren Kronenbereich von Eichen. Diese werden an dünnen, jungen, besonnten Zweigen in Form länglicher Platten abgelegt.Das Weibchen tarnt diese Gelege mit grauen Afterschuppen und Sekret. Anfang Mai schlüpfen die Raupen. Auf der breiten Rückenlinie liegen samtartig behaarte Felder mit rotbraunen, langbehaarten Warzen. Mitte Juni ziehen sich die Raupen tagsüber in Gespinstnester am Stamm oder an Ästen zurück. Von dort begeben sich die Raupen in einer Prozession auf Nahrungssuche. Es können 20-30 Tiere nebeneinander eine Prozession von bis zu 10 m Länge bilden.

Vorbeugende Maßnahmen:
- fördern natürlicher Feinde: Raupenkäfer und Kuckuck
- die Nähe von befallenen Bäumen meiden
- direkten Kontakt mit den Raupen vermeiden

Direkte Maßnahmen:
- mechanisches Abkratzen der Raupennester nach dem Bespritzen mit Flüssigkeit, um Gifthaare zu binden. Nester dannach beseitigen
- Nester von Eichenprozessionsspinnern müssen durch Fachpersonal entfernt werden

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zuletzt geändert am: 08.06.2016   drucken   zurück