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Herbstlaub - verführerisch schön und nützlich

In lichtem Gelb und flammendem Rot bereiten sich Bäume und Sträucher nun auf den Winter vor. Ob als Kompost, Dünger oder Mulch - Herbstlaub ist in vielerlei Hinsicht nützlich für den Garten.

Jetzt fallen wieder die bunten Herbstblätter. Mit dem Abbau des Chlorophylls und der damit verbundenen Herbstfärbung zieht sich der grüne Farbstoff aus den Blättern zurück und stellt sich der Pflanze als lebenswichtiger Nährstoff  zur Verfügung. Ein Teil der „Blattnährstoffe“ wird wieder in Stamm und Wurzel transportiert und für den Neuaustrieb im Frühjahr eingelagert.

Nützliches Herbstlaub
Durch das Kompostieren des Herbstlaubes bringen Sie wieder wertvollen und kostenlosen Dünger in Ihren Garten zurück. Während das Laub auf Wegen, Plätzen und Rasenflächen entfernt wird, kann es auf Staudenbeeten, Wiesen, unter Obstbäumen und Hecken ruhig den Winter über als Schutz liegen bleiben. Die sich zersetzenden Blätter bringen Humusstoffe ins Erdreich und tragen so zur Verbesserung der Bodenqualität bei. Humusstoffe steigern die Aktivität von Mikroorganismen und Regenwürmern und beschleunigen den biologischen Kreislauf. Große Mengen an Eichen- oder Nusslaub verrotten jedoch schwerer. Dieses Laub sparat kompostieren - nach etwa 2 Jahren ist dieser Laubkompost reif und kann im gesamten Garten als Dünger ausgebracht werden.

Herbstlaub und andere "Abfälle"
Neben dem bunten Laub fallen im Herbst aber auch viele weitere „Abfälle“ im Garten an, aus denen sich durch Kompostierung wertvoller Humus gewinnen lässt. GärtnerInnen können sich jetzt Geld ersparen, wenn sie Laub, Ernterückstände, Küchenabfälle, Strauchschnitt usw. nicht rigoros in die Biotonne stopfen, sondern damit einen Komposthaufen anlegen.

Kompost - auf die Mischung kommt es an!
Kompost fördert das Pflanzenwachstum, denn sie enthält Pflanzennährstoffe in ausgewogenem Verhältnis - vorausgesetzt, man verwendet viele verschiedene Ausgangsstoffe zum Aufsetzen des Komposthaufens! Wer einen Komposthaufen schon einmal näher untersucht hat, der weiß, dass es darin vor wichtigen Kleinstlebewesen nur so wimmelt. Durch die Verwendung von Kompost fördert man das aktive Bodenleben. Mit ihren Ausscheidungen verbessern die Tiere die Bodenstruktur und ihre Gänge in der Erde sorgen für gute Bodendurchlüftung. Im Darm von Kompost- und Regenwürmern werden mineralische Bodenteilchen mit organischen vermischt, dabei entstehen so genannte „Ton-Humus-Komplexe“. Diese binden Pflanzennährstoffe besonders gut und geben sie bei Bedarf wieder an die Pflanzenwurzeln ab. Die Ausscheidungen der Bodentiere sind also im Prinzip der beste Pflanzendünger, den man sich vorstellen kann.    

Blumenerden - aber bitte ohne Torf!
Viele blumenerden im Handel enthalten Torf, diese Produkte werden von weit her transportiert. Abgesehen davon zerstört der Torfabbau die Moore, einzigartige und sehr gefährdetet Lebensräume, in denen seltene Tier- und Pflanzenarten leben. Durch den Torfabbau werden aber auch - ähnlich wie beim Kohle- oder Erdölabbau - Kohlenstoffspeicher aufgebraucht, was zusätzliche Mengen an CO2 in die Atmosphäre bringt.

Mehr Informationen zum Thema „Kompostieren“ mit vielen praktischen Anschauungsbeispielen gibt es auf der GARTEN TULLN!

Die Anreise zur GARTEN TULLN ist mit dem Zug oder mit dem Bus möglich. Tipps zur umweltfreundlichen Anreise  

 

zuletzt geändert am: 22.02.2010   drucken   zurück