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Stechmücken (Gelsen) (Culicidae)

Speziell nach Sonnenuntergang oder am frühen Morgen und bei feuchter Luft im Sommer werden die allbekannten Gelsen aktiv. Es stechen nur die erwachsenen weiblichen Gelsen. Sie brauchen das Blut zur Eiproduktion.

Die Eiablage erfolgt an der Wasseroberfläche oder im feuchten Erdreich. Die Larven und Puppen leben im Wasser. Gelsen suchen im Spätherbst Schutz in Häusern. Sie überwintern als erwachsene Gelsen in Kellern, Ställen und auch an feuchten Stellen im Haus.

Die Stiche und Fluggeräusche sind lästig, bei uns werden aber durch Gelsen normalerweise keine Krankheiten übertragen. 50 Sekunden - von Anflug zum Stich bis zum Abflug - verweilt die Gelse auf unserer Haut. Erst drei Minuten nach dem Einstich verspüren wir das Jucken der Stichstelle. Unbewusst kratzen wir uns und verschlimmern dadurch noch die Schwellung. Gewebehormone werden freigesetzt und führen zu einer örtlichen Entzündung. Empfehlenswert sind Behandlungen mit Eiswürfel oder essigsaurer Tonerde.

Vorbeugen/Vertreiben/Bekämpfen:

  • Gelsen werden durch die CO2-Ausdünstungen des Menschen angelockt.
  • Fenster schließen oder Licht ausschalten.
  • Gazetuch oder Fliegengitter an Fenstern, Türen u.ä., Moskitonetz über Betten anbringen.
  • Schale mit Essig, Zitronen- oder Lavendelöl aufstellen.
  • Im Freien langärmelige Kleidung tragen.
  • Gelsen sehen gelbes Licht nicht. Statt weißer Glühbirnen können gelbe Lampen eingesetzt werden, um den Sitzplatz im Freien zu beleuchten.
  • Tomatenstauden vor dem Fenster pflanzen oder im Topf vor die Tür stellen - der Geruch vertreibt die Gelsen.
  • Einige Tropfen ätherisches Nelkenöl auf die Glühbirne geben, der Duft hält die Gelsen fern.
  • Schalen mit Anisöl oder Freiöl aufstellen, dadurch werden die Tiere angelockt und verkleben sich den Stechrüssel.
  • Ätherische Öle (Lavendel, Sandelholz, Cajeput, Eucalyptus, Salbei) mit Körperlotion vermischen und sparsam auf die ungeschützten Körperpartien auftragen. Vorsicht, es können allergische Reaktionen auftreten!
  • Säuglinge und Kleinkinder sollten nicht mit ätherischen Ölen eingerieben werden. Es genügen einige Tropfen auf Bettwäsche oder Kleidung.
  • Mücken mit Fliegenklatsche oder Staubsauger beseitigen.
  • Gelsenpiepser sind zwar für Menschen unschädlich, wirken aber bei Gelsen genauso wenig.
  • Stiche können mit ätherischen Ölen wie Basilikum, Lavendel, Majoran, Melisse, Teebaum, Zitrone behandelt werden. Eiswürfel oder Essigsaure Tonerde beruhigen die Stichwunden.

Insektengrill, ein unsinniges Unterfangen
Untersuchungen haben ergeben, dass im Schnitt nur 3 % der in den UV-Fallen gefangenen Insekten weibliche Gelsen sind. Dagegen werden enorm viele harmlose Insekten gegrillt. In Wirtshausgärten sind die Gelsengriller besonders beliebt, weil sie den Eindruck erwecken, dass etwas gegen die Gelsen getan wird.

zuletzt geändert am: 08.06.2016   drucken   zurück